Artikelübersicht

Polyvagaltheorie: Eine Reise von physiologischen Beobachtungen zu neuronaler Innervation und klinischen Erkenntnissen

Front. Behav. Neurosci., 16 September 2025

Sec. Emotion Regulation and Processing

Volume 19 – 2025 | https://doi.org/10.3389/fnbeh.2025.1659083

Stephen W. Porges

Originalartikel

Die deutsche Zusammenfassung:

Die Polyvagal-Theorie (PVT) bietet ein integratives Modell der autonomen Regulation, das die Evolution, Neuroanatomie und funktionelle Organisation des Vagusnervs im Zusammenhang mit Verhaltens- und Emotionsprozessen berücksichtigt. Dieser Artikel greift die Polyvagal-Theorie erneut auf, indem er ihre wissenschaftlichen Grundlagen mit den jüngsten Fortschritten in der Transkriptomik, Neurophysiologie und klinischen Anwendung zusammenfasst. Besonderes Augenmerk wird auf das hierarchische Modell des autonomen Nervensystems, die Rolle des ventral-vagalen Komplexes im Sozialverhalten und das Konstrukt der Neurozeption gelegt – den neuronalen Prozess, durch den Sicherheit und Bedrohung ohne bewusstes Wahrnehmen erkannt werden. Die Diskussion umfasst sowohl theoretische Verfeinerungen als auch empirische Validierungen und geht währenddessen auf häufige Missverständnisse und Kritikpunkte des Modells ein. Zusätzlich zur wissenschaftlichen Darstellung bietet der Autor eine persönliche Perspektive auf die intellektuellen und erfahrungsbezogenen Ursprünge der PVT und veranschaulicht deren translationalen Wert in klinischen und therapeutischen Umgebungen. Durch die Kombination von rigoroser Wissenschaft mit erfahrungsbezogenen Erkenntnissen versucht dieser Artikel, das Verständnis der autonomen Grundlagen des Sozialverhaltens und der psychischen Gesundheit zu fördern.

Zurück zur Forschung

Sitz der Gesellschaft: Winsen
Geschäftsführung: Ewelina Ziolek, Sonja Heinrich
Impressum
Datenschutzerklärung

Privacy Preference Center