Live online • Jubiläumsausgabe
5. Deutschsprachiges
Polyvagal-Symposium
Fünf Jahre Verbundenheit. Wir feiern mit dir.
Freitag, 20. November 2026 · 17:00–20:30 Uhr · live online
Vor fünf Jahren haben wir zum ersten Mal zum Symposium eingeladen. Seitdem ist rund um die Akademie eine Gemeinschaft von fast 10.000 Menschen gewachsen, und viele kommen immer wieder. Gemeinsam lassen sie Polyvagal-Theorie in Praxen, Schulen und Kliniken lebendig werden. Dafür möchten wir Danke sagen: mit dir und mit Menschen, die diesen Weg seit Langem mit uns gehen.
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Zusätzlich buchbar: das Jubiläums-Bundle
Wir finden, zum Feiern gehört auch das Erinnern. Wer mag, kann zum diesjährigen Symposium die vier bisherigen Symposien dazubuchen und drei Monate lang nachschauen. Hier könnt ihr euch jeweils einen Überblick verschaffen – das Bundle könnt ihr nur über den Anmelde-Button rechts auf der Seite buchen.
2022 · M.Bohne; A.Pfeiffer; V.König; K.Boger; H.Grassmann
2023 · K.Saalfrank; V.Hupe; K.Bischof; A.Pfeiffer u.a.
2024 · V.König; N.Sehrt; S.K.Niederwieser; u.a.
2025 · K.Hanstein; J.Wind; R.Reiske; A.Stratmann; u.a.
Jubiläums-Bundle inkl. Symposium 2026 · 40 € (25€ + 15€)
Anmeldung
Jetzt anmelden & mit uns feiern
25 € - zum Jubiläum 5 € für jedes Jahr.
Das ist für dich dabei:
Live-Teilnahme
Vortrag von Ruth Lanius als Aufzeichnung, vorab verfügbar (mit dt. Simultanübersetzung)
Live-Q&A mit Ruth Lanius
Aufzeichnung des Abends, ein Jahr Zugang
▪️Jubiläums-Extra: Zum Feiern gehört auch Erinnern. Mit dem Jubiläums-Bundle erhältst du für 15 € zusätzlich drei Monate Zugang zu allen vier bisherigen Symposien.

Als Ehrengast begrüßen wir Dr. Ruth Lanius, Professorin für Psychiatrie an der Western University in Kanada und eine der international prägenden Stimmen der Traumaforschung. Ihren Vortrag kannst du dir vorab in Ruhe ansehen. Als besonderes Extra ist sie bereits um 15:00 Uhr live aus Kanada zugeschaltet und beantwortet eure Fragen. Wenn du so früh noch nicht dabei sein kannst: Die Aufzeichnung des Gesprächs bekommst du selbstverständlich dazu.
Ihr neues Buch erscheint im November erstmals auf Deutsch: „Sensorische Wege der Traumaheilung “ (G. P. Probst Verlag, im Original „Sensory Pathways to Healing from Trauma“).
Freitag, 20. November 2026
17:00–20:30 Uhr
After Work: viermal Praxis
Extra um 15:00 Uhr Live-Q&A mit
Dr. Ruth Lanius, auch als Aufzeichnung
Praxisnah
Theorie direkt lebendig im Berufsalltag.
Interaktiv
Kurze Impulse und Raum für Fragen.
Freitag, 20. Nov 2026 17:00–20:30 Uhr
After Work: viermal Praxis
Extra um 15:00 Uhr
Live-Q&A mit Dr. Ruth Lanius, auch als Aufzeichnung
Alles als Aufzeichnung
Komm, wie es für dich passt: live dabei oder später in deinem Tempo.
Unsere Referent:innen
Zum Jubiläum haben wir Menschen eingeladen, die die Akademie begleiten: als Dozierende, als Referierende früherer Symposien und als Weggefährt:innen.
Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Was sie verbindet, ist die Polyvagal-Theorie als gemeinsame Grundlage.
In jeweils 30 Minuten nehmen sie dich mit in ihre Praxis, und ihr probiert gemeinsam aus, was du am nächsten Tag selbst anwenden kannst: für dich, deine Klient:innen oder deinen Arbeitsalltag.
Als Ehrengast begrüßen wir Dr. Ruth Lanius.

Thema
Arbeitstitel: Wenn nichts ankommt: Vernachlässigung als sensorisches Trauma und der Weg zurück über die Sinne
Beschreibung
Vernachlässigung hinterlässt Spuren, auch wenn „nichts passiert ist“. In ihrem Vortrag zeigt Dr. Ruth Lanius, wie das Fehlen erwarteter Sinnesreize vom Nervensystem ähnlich als Gefahr verarbeitet werden kann wie bedrohliche Erfahrungen.
Sie erläutert, warum Heilung nach Vernachlässigung oft über behutsam dosierte Sinneserfahrungen gelingt, die das System als Zuwendung und Verbundenheit aufnehmen kann, und was das für die therapeutische und pädagogische Praxis bedeutet.
Den Vortrag kannst du dir vorab als Aufzeichnung ansehen, mit deutscher Simulatanübersetzung. Am 20. November um 15:00 Uhr ist Ruth Lanius live aus Kanada zugeschaltet und beantwortet eure Fragen.
Bio
Dr. med. Ruth A. Lanius, PhD, ist Professorin für Psychiatrie und Inhaberin des Harris-Woodman-Lehrstuhls für Mind-Body-Medizin an der Western University in Kanada. Dort leitet sie das klinische Forschungsprogramm zu Posttraumatischen Belastungsstörungen. Sie gründete den Traumatic Stress Service am London Health Sciences Centre und bringt über 25 Jahre klinische und wissenschaftliche Erfahrung mit Traumafolgestörungen mit.
Ihre Forschung zu den Anpassungen des Gehirns an psychisches Trauma umfasst über 250 Fachartikel und Buchkapitel. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Aufnahme in die Royal Society of Canada. Zu ihren Büchern gehören „Healing the Traumatized Self“ und zuletzt „Sensory Pathways to Healing from Trauma“, das im November im Probst-Verlag auf deutsch erscheint (Sensorische Wege der Traumaheilung).
Ihr besonderes Anliegen ist es, das Erleben traumatisierter Menschen im Verlauf der Behandlung zu verstehen und mit den Vorgängen im Gehirn in Beziehung zu setzen.

Thema
Die echte Stimme: Mikromomente in einer gefilterten Welt
Beschreibung
Unsere Stimmen werden immer ‘gereinigter’. Virale Videos schneiden die Mikropausen heraus, Filter glätten Haut und Blick, und KI spricht zunehmend an unserer Stelle. Genau die kleinen Unebenheiten aber, die Pause, die warme Prosodie, die Füllwörter, sind das Material, aus dem unser Nervensystem Sicherheit und Verbundenheit überhaupt erst baut.
In dieser halben Stunde gehen wir den Weg zurück: mit einfachen Übungen aus Gesang, Atem und Vagus-Stimulation findest du deine eigenen Mikromomente der Echtheit wieder. Vorkenntnisse im Singen brauchst du nicht, komm einfach so, wie du bist.
Bio
Janne Wind ist dänische Sängerin, Leiterin großer Chöre und Autorin des Buches Can I Borrow Your Nervous System? – 25 Polyvagal Techniques for Coregulation, Calming Yourself, and Creating Connectedness (DK 2024). Seit fast 30 Jahren gestaltet sie Chorarbeit, Workshops und Konzerte mit Tausenden von Teilnehmenden.
Heute liegt ihr Schwerpunkt auf der Verbindung von Stimme, Vagusnerv und Nervensystem. Sie übersetzt polyvagale Erkenntnisse in praktische, stimm-basierte Tools für Selbst- und Co-Regulation. Sie bildet sich bei Stephen Porges am Polyvagal Institute fort und verfügt über Weiterbildungen in Breathwork und somatischen Ansätzen.
Janne ist Gründerin und musikalische Leiterin von ODEONs Rytmisk Kor mit über 3000 Sänger:innen, des Pop-Chors USTYRLIG und des Chors für Wohlbefinden auf Voldbygaard – einem Projekt, das Gesang, Atmung und Co-Regulation als Weg zu mehr Gesundheit und Balance verbindet.
Darüber hinaus bietet sie Vokalmeditationen, Atem- & Stimm-Workshops und Online-Sessions an. Sie ist als Kursleiterin bei der Polyvagal-Akademie tätig und hat bereits auf der Internationalen Polyvagal-Konferenz in Potsdam (2024) und in Florida (2025) und beim 4. deutschsprachigen Polyvagal Symposium 2025 präsentiert.

Thema
Wer gibt den Takt an? Ko-Regulation im Familiensystem
Beschreibung
Wenn ein Familienmitglied gestresst nach Hause kommt, spüren es oft alle, noch bevor ein Wort gefallen ist. Nervensysteme stecken sich gegenseitig an, im Guten wie im Schweren.
Michel Ackermann, systemischer Familientherapeut und Mitautor von „Die Physiologie der Verbundenheit“, verbindet den systemischen Blick mit der Polyvagal-Theorie: Wie wandern Zustände durch ein System? Wer kann regulieren, und wer braucht gerade selbst Halt?
Mit einer kleinen Übung schaust du auf dein eigenes System, sei es Familie, Team oder Klient:innen, und entdeckst, wo Ko-Regulation schon gelingt und wo ein kleiner Schritt viel verändern kann.
Bio
Michel Ackermann ist systemischer Familien-, Kinder- und Jugendtherapeut und unterrichtet an der Polyvagal Akademie. In Berlin arbeitet er in eigener Praxis und für das Berliner Institut für Familientherapie, mit dem Schwerpunkt Krisenintervention.
Ursprünglich ausgebildet als Musikerzieher, hat er sich in Traumatherapie fortgebildet und die Polyvagal-Theorie unter anderem bei Deb Dana vertieft. Er hat an der ersten europäischen Studie zum Safe and Sound Protocol (SSP) von Stephen W. Porges mitgewirkt und ist Co-Autor wissenschaftlicher Beiträge zum Thema Autismus.
Sein Interesse gilt dem Zusammenspiel von Nervensystem, Sprache und Lebenswelt, ein durch die Polyvagal-Theorie erweiterter biopsychosozialer Blick auf systemische Arbeit.
Zu seinen Büchern gehören „Am Nerv der Beziehung – Familientherapie und Polyvagal-Theorie“ (Carl-Auer, 2024), die Graphic Novel „Über das Herz zur Polyvagal-Theorie“ (mit Fiebig, Probst, 2024) und das Lernbuch „Die Physiologie der Verbundenheit“ (mit Marvin Miles Ferrante, Probst, 2026).

Thema
Klein anfangen, sicher ankommen: Mikrohabits aus polyvagaler Sicht
Beschreibung
Große Veränderungen kann das Nervensystem schnell als Bedrohung erleben. Kleine Schritte dagegen helfen, eher in einem Zustand zu bleiben, in dem sich das Nervensystem sicher genug fühlt (ventral-vagaler Bereich).
Antonia Pfeiffer zeigt, warum kleine Schritte aus polyvagaler Sicht ein freundlicher Weg zur Veränderung sein können. Gemeinsam probiert ihr kleine Gewohnheiten aus, die sich mühelos in deinen Tag einbauen lassen, für dich selbst und in der Arbeit mit anderen.
Bio
Dr. Antonia Pfeiffer ist Ärztin und Wissenschaftlerin. In ihrer eigenen Praxis arbeitet sie mit körperorientierten Therapieverfahren, vor allem mit der Methode PEP. Am Insula-Institut Hannover forscht sie zu körperorientierter Emotionsregulation, emotionalen Erinnerungen und den neurowissenschaftlichen Wirkhypothesen integrativer Traumatherapien. 2022 erschien ihr Buch „Emotionale Erinnerungen – Klopfen als Schlüssel für Lösungen“ im Carl-Auer-Verlag.
Ihr Herzensanliegen ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in eine lebendige, verständliche und liebevolle Sprache zu übersetzen, damit Therapeut:innen und Klient:innen gleichermaßen davon profitieren.

Thema
Sicherheit ohne Blickkontakt: Ko-Regulation neu gedacht
Beschreibung
„Schau mich an!“ Was als Einladung zur Verbindung gemeint ist, kann für viele autistische Menschen zur Belastung werden, und das, obwohl Gesicht und Blick in der Polyvagal-Theorie zu den wichtigsten Wegen von Sicherheit gehören. Warum ist das so? Und wie kann Ko-Regulation dann gelingen?
Dieser Beitrag zeigt, wie Ko-Regulation auch ohne Blickkontakt gelingt: über die Stimme, über Rhythmus, gemeinsame Aufmerksamkeit und das Nebeneinander. Gemeinsam erlebst du, wie sich Verbindung ohne Blick anfühlt, und nimmst konkrete Ideen für deinen Alltag mit, in Kita, Schule, Praxis oder Familie.
Bio
Sonja Heinrich ist Mitgründerin und Geschäftsführerin der Polyvagal Akademie und Gründungsmitglied der Polyvagal-Gesellschaft. Nach ihrem Universitätsabschluss in Pädagogik hat sie sich in körper- und erfahrungsbasierten therapeutischen und pädagogischen Ansätzen fortgebildet und eine Ausbildung zur Organisationsberaterin abgeschlossen.
Über viele Jahre war sie als Referentin zu Autismus und ADHS in verschiedenen europäischen Ländern tätig und hat in Hamburg Organisationen im Non-Profit-Bereich beraten. Heute liegt ihr Schwerpunkt auf der angewandten Polyvagal-Theorie: Wie lassen sich ihre Erkenntnisse im pädagogischen und therapeutischen Alltag lebendig machen? In ihrer eigenen Praxis verbindet sie beides, die langjährige Erfahrung mit Autismus und die polyvagale Perspektive, und ist Providerin des Safe and Sound Protocol.
Falls ihr Fragen habt, schreib uns gerne eine kurze Email:
info@polyvagal-akademie.com