Kostenlose Play-Zone-Serie über die Physiologie des Handelns unter Druck

18. August
– 11. September
8 E-Mails mit einer Dosis Wissen
5–7 Minuten Lesezeit / E-Mail
Was passiert mit dir, wenn der Druck steigt?
18. August 2026
Hallo,
lass’ uns mit einer Frage beginnen, die uns durch diese gesamte Serie begleiten wird:
Was passiert mit dir, wenn der Druck steigt?
Nicht jede Mobilisierung bedeutet Stress.
Du kannst viel Energie haben, schnell denken, entschlossen handeln und gleichzeitig mit dem in Kontakt bleiben, was um dich herum geschieht.
Du kannst vor einem Vortrag, einem Match oder einem wichtigen Gespräch Aktivierung spüren und diese Energie für dein Handeln nutzen.
Genau das ist eines der charakteristischen Merkmale der PlayZone™.
Wenn das Nervensystem die Situation jedoch zunehmend vor allem als Bedrohung interpretiert, kann Mobilisierung in eine Abwehrreaktion kippen.
Kampf oder Flucht tauchen auf.
Bei noch größerer Überlastung können wir uns zurückziehen, erstarren oder den Zugang zu Energie und Engagement verlieren.
Michael Allison ordnet diese Zustände in einem Modell, das er Performance Hierarchy™ nennt:
- PlayZone™.
- Kampf.
- Flucht.
- Shutdown.
Wichtig ist: Wir wählen diese Zustände nicht bewusst aus.
Das Nervensystem verändert seinen Zustand automatisch als Reaktion auf das, was es als sicher, gefährlich oder überwältigend wahrnimmt.
Deshalb besteht die erste Fähigkeit in Play Zone nicht darin, „sich zu beruhigen“.
Sie besteht darin, zu erkennen, was bereits geschieht.
Michael fasst das häufig in einem Satz zusammen:
„Meet the body where it is.“
Hole den Körper dort ab, wo er ist.
Bevor wir versuchen, etwas zu verändern, nehmen wir zunächst den Zustand wahr, der bereits da ist.
Ohne ihn zu bewerten.
Ohne sofort zu versuchen, woanders hinzukommen.

🎁 Praxis für heute
Du bist herzlich eingeladen, heute ein paar Mal kurz innezuhalten und dich zu fragen:
Wo bin ich gerade?
Versuche nichts zu verändern.
Beobachte nur:
- Was geschieht mit meinem Atem?
- Ist mein Körper entspannt, handlungsbereit, angespannt – oder eher schwer und zurückgezogen?
- Wie klingt meine Stimme?
- Was geschieht mit meiner Aufmerksamkeit?
- Wie reagiere ich auf andere Menschen?
- Habe ich weiterhin Zugang zu Neugier und Flexibilität, oder taucht eher der Impuls auf, mich zu verteidigen?
Es geht nicht darum, einen „guten“ und einen „schlechten“ Zustand zu finden.
Es geht darum, die eigene Sprache der Physiologie kennenzulernen.
Denn es ist schwer zu navigieren, wenn wir nicht wissen, wo wir gerade sind.
Was liegt zwischen deinem Potenzial und der Art, wie du unter Druck handelst?
21. August 2026
wenn du magst, denk’ an eine Situation, in der du ganz genau wusstest, was zu tun ist.
Das Wissen war da.
Die Vorbereitung war da.
Die Fähigkeiten waren da.
Und trotzdem veränderte sich in einem wichtigen Moment etwas.
Es wurde schwieriger, die Gedanken zu ordnen.
Vielleicht entstand Anspannung.
Vielleicht klang deine Stimme plötzlich anders.
Vielleicht wurde der Atem schneller oder flacher.
Vielleicht hast du dich statt flexibel zu reagieren plötzlich sehr starr an deinen Plan geklammert.
Das ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte der Play-Zone-Methodik:
Unser Potenzial ist nicht immer dasselbe wie das, worauf wir in einem bestimmten physiologischen Zustand tatsächlich zugreifen können.
Michael spricht von einer neurophysiologischen Variable, die zwischen unserem Potenzial und der Art liegt, wie wir handeln, wenn es wirklich zählt.
Diese Variable ist der Zustand unseres Körpers.
Deshalb muss die Arbeit an unserem Funktionieren unter Druck nicht mit der nächsten mentalen Strategie beginnen.
Manchmal lohnt sich zuerst die Frage:
Aus welchem Zustand heraus versuche ich gerade, auf das zuzugreifen, was ich kann?
Heute haben wir mehr für dich als nur eine E-Mail.

🎁 Podcast „Wired for Connection“ des Polyvagal Institute USA mit Michael Allison
Michael spricht darin unter anderem über die Physiologie von Performance, Beziehung und Zusammenarbeit und darüber, warum das, was in unserem Nervensystem geschieht, auch jenseits des Sports relevant ist.
Vielleicht magst du dich beim Zuhören an eine Situation erinnern, in der du unter Druck weniger Zugang zu deinen eigenen Fähigkeiten hattest.
Dann frag’ noch nicht, wie du hättest reagieren sollen.
Beobachte nur:
- Was hat sich damals in meinem Körper verändert?
- Was hat mein Atem gemacht?
- Was hat meine Aufmerksamkeit gemacht?
- Was ist mit meiner Stimme, meiner Muskelspannung, meiner Haltung geschehen?
- Was ist mit meinem Kontakt zu anderen passiert?
Genau so lernen wir, den Körper dort abzuholen, wo er gerade ist.
Wohin richtet sich deine Aufmerksamkeit, wenn der Druck steigt?
25. August 2026
Unter Druck bleibt unsere Aufmerksamkeit nicht neutral.
Das Nervensystem beginnt intensiver nach Informationen zu suchen, die für Sicherheit relevant sein könnten.
Was könnte schiefgehen?
Wie reagieren die anderen?
Schaffe ich das?
Habe ich gerade einen Fehler gemacht?
Hat jemand bemerkt, dass ich nervös bin?
Das muss keine bewusste Entscheidung sein.
Wenn der Organismus Bedrohung wahrnimmt, ist es aus Überlebensperspektive sinnvoll, nach weiteren Hinweisen auf Gefahr zu suchen.
Problematisch wird es, wenn genau diese Informationen unser gesamtes Aufmerksamkeitsfeld einnehmen.
In der Play-Zone-Methodik arbeitet Michael Allison mit einer Fähigkeit, die er Attentional Control nennt.
Dabei geht es nicht darum, die eigenen Gedanken zu kontrollieren.
Es geht nicht darum, sich einzureden, dass „alles gut wird“.
Und es geht nicht darum, Angst oder Anspannung zu unterdrücken.
Es geht darum, die Fähigkeit zu entwickeln, unsere Aufmerksamkeit auch auf das zu richten, was unser Körper als sicher, vertraut, beruhigend und vertrauenswürdig wahrnimmt.
Michael schlägt vor, nach solchen Informationen in drei Richtungen zu suchen:
in uns
um uns herum
zwischen uns und anderen

🎁 Einladung zur Praxis für heute
Schau’ dich jetzt in diesen drei Bereichen um, wenn sich dies für dich stimmig anfühlt:
In mir
- Was in deinem Körper fühlt sich im Moment vergleichsweise stabil an?
- Vielleicht der Kontakt der Füße mit dem Boden.
- Die Unterstützung im Rücken.
- Ein Bereich des Atems, der freier fließt.
- Eine Stelle, an der du keine Spannung spürst.
Um mich herum
Was in deiner Umgebung ist vertraut, neutral oder angenehm?
- Licht.
- Eine Farbe.
- Der Blick aus dem Fenster.
- Ein Geräusch.
- Ein Gegenstand, den du gut kennst.
Zwischen mir und anderen
Gibt es jemanden, bei dem dein Körper leichter weicher wird?
Wessen Stimme, Gesicht oder Art zu sein verbindest du mit Vertrauen? Vielleicht ist diese Person gerade in deiner Nähe. Vielleicht reicht es auch, sie dir in Erinnerung zu rufen.
Bleib einen Moment bei dem, was du gefunden hast.
Nicht um dir zu beweisen, dass keine Gefahr besteht.
Es geht um etwas Subtileres:
Die Bedrohung soll nicht die einzige Information sein, die deinem Nervensystem zur Verfügung steht.
Mobilisierung muss nicht zu Stress werden
28. August 2026
vor einem wichtigen Gespräch, einem Vortrag, einem Wettkampf oder einer schwierigen Unterhaltung brauchen wir Energie.
Das Herz kann schneller schlagen.
Der Atem kann sich verändern.
Die Muskeln bereiten sich auf Handlung vor.
Die Aufmerksamkeit wird fokussierter.
Und all das allein bedeutet noch nicht, dass wir uns in einer defensiven Stressreaktion befinden.
In Play Zone ist ein Mechanismus besonders wichtig, der als vagale Bremse (vagal brake) bezeichnet wird.
Dabei handelt es sich um eine Metapher für den Einfluss des ventralen Vagus auf die Herzfunktion.
Wenn der Einfluss der Bremse nachlässt, kann das Herz schneller schlagen und der Organismus erhält mehr Energie für Handlung.
Genau hier liegt eine wichtige Unterscheidung.
Es geht nicht darum, dass die Bremse ständig „angezogen“ bleibt, und ihr Lösen bedeutet auch nicht automatisch Stress.
Sie solllte sich flexibel lösen und wieder greifen können.
Diese Fähigkeit brauchen wir, um vom Ruhezustand in Aktivität zu wechseln – und wieder zurück.
Die Frage lautet:
Was geschieht mit der Mobilisierung, wenn die Energie steigt?
Wenn die Mobilisierung weiterhin von ausreichend Sicherheit begleitet wird, können wir viel Energie haben und gleichzeitig Zugang zu Kontakt, Kommunikation, unserer Umgebung und flexiblem Reagieren behalten.
Das ist PlayZone™.
Wenn der Organismus die Situation jedoch zunehmend vor allem als Bedrohung interpretiert, kann die Mobilisierung diese Schwelle überschreiten und sich als defensive Kampf- oder Fluchtreaktion organisieren.
Deshalb ist das Ziel nicht, sich um jeden Preis zu beruhigen.
Es geht um etwas viel Interessanteres:
Die Energie steigen zu lassen, ohne gleichzeitig den gesamten Zugang zu Sicherheit und Kontakt zu verlieren.

🎁 Einladung zur Praxis für heute
Wähle einen Moment, der dir wichtig ist und in dem du normalerweise merkst, dass deine Mobilisierung zunimmt.
Kurz davor beobachte:
Woran merke ich, dass meine Energie gerade steigt?
Suche anschließend ein Sicherheitssignal, mit dem du in Kontakt bleiben kannst.
Das kann etwas in deiner Umgebung sein.
- Der Kontakt der Füße mit dem Boden.
- Eine vertraute Stimme.
- Das Gesicht eines anderen Menschen.
- Oder dein Atem.
Wenn es für dich angenehm ist, kannst du vier ruhige Atemzyklen machen – ungefähr vier Sekunden ein und vier Sekunden aus.
Nicht, um die Energie „abzuschalten“.
Beobachte nur, ob du etwas Rhythmus und Freiheit im Atem behalten kannst, während du der Mobilisierung erlaubst, gleichzeitig da zu sein.
Mehr Energie.
Und weiterhin Kontakt.
Mehr Intensität.
Und weiterhin Wahlmöglichkeit.
Genau diese Kombination ist in Play Zone so wichtig.
Was hilft dir, den Boden nicht zu verlieren, wenn mehr auf dem Spiel steht?
1. September 2026
stell’ dir einen wichtigen Auftritt vor.
Eine Person braucht vorher ein paar Minuten für sich.
Eine andere möchte ein vertrautes Gesicht sehen.
Jemand hört eine bestimmte Musik.
Jemand anderes braucht Bewegung.
Für die eine Person unterstützt ein bewusster Kontakt mit dem Atem.
Für eine andere entsteht Stabilität erst, wenn sie sich im Raum umsehen und wahrnehmen kann, wo sie sich befindet.
Es gibt kein universelles Sicherheitssignal.
Das Nervensystem jedes Menschen hat seine eigene Geschichte.
Deshalb arbeitet Michael Allison mit etwas, das er Container of Safety™ nennt.
Das ist eine individuell zusammengestellte Sammlung von Ressourcen, Strategien, Beziehungen und Erfahrungen, die unser Organismus als unterstützend für Sicherheit, Vertrauen und Stabilität erkennt.
Entscheidend ist dabei ein Wort:
individuell.
Es geht nicht um eine Liste von „Regulationstechniken“, die bei allen funktionieren sollten.
Es geht darum herauszufinden, worauf gerade dein Nervensystem reagiert.
- Was fühlt sich für dich sicher an?
- Was ist vertraut?
- Was weckt Vertrauen?
- Wessen Nähe hilft dir, in Kontakt zu bleiben?
- Welche Orte, Geräusche, Bewegungen oder Rituale geben dir Halt?

🎁 Einladung zur Praxis für heute
Wir laden dich ein, damit zu beginnen, dir deinen eigenen kleinen Container of Safety™ zusammenzustellen.
Du brauchst keine zwanzig Elemente.
Finde zunächst jeweils eines.
In mir
Was hilft mir, in meinem eigenen Körper mehr Stabilität zu spüren?
Um mich herum
Welche Elemente meiner Umgebung erkennt mein Körper als vertraut oder unterstützend?
Zwischen mir und anderen
Wer ist für mein Nervensystem ein Signal von Vertrauen, Unterstützung oder Zugehörigkeit?
Schreib diese drei Dinge auf.
Und dann stell’ dir noch eine Frage:
Baue ich auch dann Kontakt zu diesen Ressourcen auf, wenn gerade alles ruhig ist, damit sie in Druckmomenten leichter zugänglich sind?
Genau diese Frage führt uns zum nächsten Element der Play Zone.
Was tust du zwischen einem wichtigen Moment und dem nächsten?
4. September 2026
im Tennis geht ein:e Spieler:in zwischen den Punkten häufig zum Handtuch.
Auf den ersten Blick nichts Besonderes.
Ein paar Schritte.
Ein paar Sekunden.
Zurück auf den Platz.
Michael Allison weist jedoch darauf hin, dass ein solcher wiederkehrender Moment zu etwas deutlich Wichtigerem werden kann.
Zu einem Augenblick, in dem man nach dem vorherigen Punkt den Körper wieder spürt, etwas Vertrautes findet und das Nervensystem auf das vorbereitet, was gleich kommt.
Und das betrifft nicht nur den Sport.
- Zwischen zwei Meetings können wir kurz ans Fenster gehen.
- Bevor wir eine Bühne betreten, können wir ein paar Sekunden Stille haben.
- Vor einem schwierigen Gespräch können wir kurz innehalten, bevor wir die Tür öffnen.
- Nach einer intensiven Aufgabe können wir für einen Moment zum Körper zurückkehren und prüfen: Wo befinde ich mich gerade?
Michael spricht vom Aufbau eines Habit of Safety™.
Gemeint ist, regelmäßig wahrzunehmen und dem Nervensystem wiederholt Erfahrungen mit dem zu ermöglichen, was sich stabil, vertraut und unterstützend anfühlt.
Nicht nur dann, wenn die Situation schwierig wird.
Auch in ganz gewöhnlichen Momenten des Tages.
Warum?
Weil das, worauf wir unter Druck zugreifen möchten, vom Körper bereits vorher als verfügbar erkannt worden sein muss.

🎁 Einladung zur Praxis für heute
Gib dir keine neue Aufgabe.
Wähle stattdessen einen Übergangsmoment, der ohnehin schon Teil deines Tages ist.
Zum Beispiel:
- der Moment nach einem Meeting, bevor du zur nächsten Sache übergehst
- wenn du vom Schreibtisch aufstehst
- wenn du einen neuen Raum betrittst
- kurz bevor du einen Anruf annimmst
- bevor du zu sprechen oder zu handeln beginnst
Tu in genau diesem einen Moment nur eine Sache:
Halte für 5–10 Sekunden inne und nimm wieder Kontakt mit deinem Körper und deiner Umgebung auf.
Du kannst:
- die Füße auf dem Boden spüren
- einen Punkt in deiner Umgebung wahrnehmen (Fenster, Licht, Farbe)
- Kiefer oder Schultern lockern
- einmal ruhig ausatmen
- oder einfach feststellen: „Ich bin hier.“
Das ist alles.
Ohne dich zu korrigieren.
Ohne es „richtig machen“ zu müssen.
Es geht nur um Wiederholung und Wiedererkennbarkeit.
Beobachte dann einige Tage lang:
Verändert sich etwas daran, wie du im Laufe des Tages von einem Moment in den nächsten wechselst?
Was passiert mit dir nach einem Fehler?
8. September 2026
ein Fehler kann eine Sekunde dauern.
Die Reaktion unseres Organismus auf diesen Fehler kann jedoch wesentlich länger anhalten.
Besonders dann, wenn er vor den Augen anderer passiert ist und uns das Ergebnis wirklich wichtig war.
Plötzlich verändert sich der Atem.
Die Muskeln spannen sich an.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht mehr auf die Aufgabe, sondern kreist um das, was gerade passiert ist.
„Wie konnte mir das passieren?“
„Was werden die anderen jetzt denken?“
„Bloß nicht noch einen Fehler machen.“
Der Fehler selbst ist vorbei.
Aber der Körper steckt noch im vorherigen Moment.
Genau hier wird besonders deutlich, was eine der zentralen Fähigkeiten der Play Zone bedeutet:
Autonomic Agility™.
Michael definiert sie als die Fähigkeit, zu erkennen, in welchem Zustand wir uns befinden, wahrzunehmen, wie dieser Zustand unser Handeln beeinflusst, und die Möglichkeit zu entwickeln, in einen Zustand zu wechseln, der besser zu dem passt, was die Situation verlangt.
Das ist wichtig:
Autonomic Agility™ bedeutet nicht, dass uns nichts mehr aus dem Gleichgewicht bringt.
Es bedeutet auch nicht, dass wir immer in der PlayZone™ bleiben.
Das Nervensystem wird reagieren.
Wir können in Kampf geraten.
Wir können fliehen wollen.
Wir können uns für einen Moment zurückziehen.
Flexibilität zeigt sich auch in der Fähigkeit, wieder zurückzufinden.
Darin, dass ein Zustand, den wir einige Sekunden gebraucht haben, nicht die nächsten Stunden bestimmen muss.

🎁 Einladung zur Praxis für heute
Wenn das nächste Mal etwas nicht so läuft, wie du es dir vorgestellt hast, nutze die Logik der Autonomic Agility™.
Zuerst:
Wo befinde ich mich?
Was hat sich gerade in meinem Körper, meinem Atem, meiner Aufmerksamkeit oder meiner Art zu denken verändert?
Dann:
Wie beeinflusst dieser Zustand das, was ich als Nächstes tun werde?
Gibt er mir die Energie, die ich brauche?
Oder beginnt er meinen Zugang zu dem einzuschränken, was jetzt nötig ist?
Und erst dann:
Was könnte mir helfen, mich zumindest ein Stück in Richtung eines Zustands zu bewegen, der besser zum nächsten Moment passt?
Vielleicht richtet sich deine Aufmerksamkeit wieder auf die Umgebung.
Kontakt mit dem Körper.
Bewegung.
Die Stimme eines anderen Menschen.
Ein paar ruhigere Atemzüge.
Wenn du merkst, dass dein Organismus auch nach dem schwierigen Moment in hoher Mobilisierung bleibt, kannst du für einige Atemzüge den Ausatem etwas länger werden lassen als den Einatem.
Ohne zu forcieren.
Wir versuchen nicht, den Körper zur Ruhe zu zwingen.
Wir geben ihm eine weitere Information und beobachten, was er damit macht.
Wir müssen den Fehler nicht rückgängig machen.
Wir wollen wieder Zugang zum nächsten Moment bekommen.
🎁 Wenn du heute tiefer einsteigen möchtest, findest du hier den zweiten Teil des Gesprächs „Wired for Connection“ mit Michael Allison:
Kann man wirksam sein und sich selbst treu bleiben?
11. September 2026
in den vergangenen vier Wochen haben wir viel über Physiologie gesprochen.
Darüber, was unter Druck mit uns geschieht.
- Über Mobilisierung und Abwehrreaktionen.
- Über Aufmerksamkeit.
- Über die vagale Bremse.
- Über Sicherheitssignale.
- Über Rituale.
- Über Autonomic Agility™.
Zum Abschluss möchten wir jedoch zu dem Menschen zurückkehren, der unter all dem steht.
Denn unter Druck können wir nicht nur einen Teil unseres Zugangs zu Wissen oder Fähigkeiten verlieren.
Wir können den Kontakt verlieren.
- Zu unserem Körper.
- Zu unseren Absichten.
- Zu den Menschen um uns herum.
- Zu der Art, wie wir uns in diesem Moment eigentlich verhalten möchten.
PlayZone™ bedeutet nicht, die ganze Zeit ruhig zu sein.
Wir können viel Energie haben.
Wir können sehr engagiert sein.
Uns kann unglaublich viel an einem Ergebnis liegen.
Wir können gewinnen, überzeugen, etwas Gutes schaffen, ein Team führen oder so gut wie möglich auftreten wollen.
Und gleichzeitig können wir ausreichend Zugang zu Sicherheit, Präsenz und Kontakt behalten, um weiterhin wahrzunehmen, was um uns herum geschieht, zu kommunizieren, uns anzupassen und im Einklang mit unseren eigenen Absichten zu handeln.
Genau hier kommt Authentizität ins Spiel.
Nicht als Schlagwort vom „Sei einfach du selbst“.
Sondern als Möglichkeit, weiterhin so zu handeln, dass es mit unseren Werten und Absichten übereinstimmt, anstatt ausschließlich von einer Abwehrreaktion gesteuert zu werden.
Erinnere dich an den Satz, mit dem wir begonnen haben:
Meet the body where it is.
Hole den Körper dort ab, wo er ist.
Nicht, um für immer dort zu bleiben.
Sondern um zu wissen, von wo aus du startest.
In den vergangenen Wochen haben wir nur einen kleinen Ausschnitt der Play-Zone-Methodik betrachtet.
Wenn dir diese Perspektive auf Performance, Potenzial und die Arbeit mit Menschen entspricht, vertiefen wir sie in Play Zone Pro deutlich umfassender – und vor allem praktisch.
Das Programm wird von Michael Allison geleitet. Sonja Heinrich begleitet die Teilnehmenden in Deutschland, betreut die deutsche Gruppe und führt eigene Treffen in deutscher Sprache durch.
Das Einführungstreffen der deutschen Gruppe findet am 23. September statt, die erste Live-Session mit Michael Allison am 7. Oktober.
Das Programm richtet sich unter anderem an Coaches, Trainer:innen, Führungskräfte, Lehrende und Menschen, die mit Personen arbeiten, denen Situationen das Funktionieren abverlangen,
🎁 Wenn du Michael und seine Arbeitsweise vor deiner Entscheidung noch einmal erleben möchtest, findest du hier die kostenlose Aufzeichnung unseres Webinars:
Unabhängig davon, ob wir uns in Play Zone Pro begegnen: Wir hoffen, dass du nach diesen acht E-Mails etwas anders auf das blickst, was mit uns geschieht, wenn es wirklich zählt.
Entdecke unsere Kurse zur Play-Zone
Kostenloses On-Demand-Webinar
On-Demand-Kurs
Die PlayZone – Ein neurophysiologischer Ansatz für Höchstleistungen
mit Michael Allison
am 23. September 2026
PlayZone Pro: Ihr Zertifikatskurs für Nervensystem, Leistung und Wohlbefinden
mit Michael Allison & Prof. Dr. Stephen W. Porges